Distrikt 1841

NGSE Outbound in der Mongolei

4 Wochen im Land des ewigen blauen Himmel
 

Weite Steppen, blauer Himmel und Nomaden, die mit ihrer Jurte durch das Land ziehen – so stellen sich viele die Mongolei vor. Das diesjährige NGSE Team aus Deutschland durfte das Land des ewigen blauen Himmels (so wird die Mongolei nämlich auch genannt) bereisen und Land, Leute und Berufswelt der Mongolei kennenlernen. 

Hier möchten wir, das NGSE Team 2018, gerne einen Einblick in unsere spannende Reise in die Mongolei geben und von unseren Erlebnissen berichten.

 

Das New Generation Service Exchange (NGSE) bietet jedes Jahr sieben jungen Leuten zwischen 18 und 30 die Möglichkeit in eine andere Kultur einzutauchen. Dieses Jahr fand der Austausch erstmalig mit der Mongolei statt und wir freuten uns sehr dieses spannende Land erkunden zu dürfen. Die Mongolei ist mit einer Größe von 1.564.116 km² etwa fünf Mal so groß wie Deutschland - mit 3,2 Millionen Einwohnern ist die Mongolei aber so einwohnerstark wie Berlin. Davon leben etwa 2 Millionen in der Hauptstadt Mongolei – ein wahres Land der Kontraste. Die weite Einöde der mongolischen Steppe kennenzulernen faszinierten uns sehr. Aber auch die moderne Mongolei mit der boomenden Metropole Ulanbator, um die sich alles zentriert, wollten wir erkunden.

So reisten wir zu siebt in die mongolische Hauptstadt Ulanbator (oder mongolisch Ulaanbataar) und wurden herzlich von unseren Gastfamilien am Chinggis Khaan International Airport in Empfang genommen. Vier Wochen waren wir zu Besuch bei Rotaractern aus Ulanbator und durften in dieser Zeit das Familienleben in der Mongolei kennenlernen. Nicht als Touristen ein Land bereisen, sondern Teil einer mongolischen Familie und deren Alltag sein – das begeisterte uns sehr und wir waren „mittendrin statt nur dabei“.

Die ersten Tage verbrachten wir in der Hauptstadt Ulanbator, besichtigten die Stadt, probierten mongolische Spezialitäten und lernten unsere Gastgeber beim Karaoke, beim Radfahren und Wandern kennen.

 

 

Der Rotary Club Ulaanbataar hieß uns zu einem Clubmeeting willkommen und wir stellten das NGSE-Programm und unsere Heimat in bayerischer Tracht im Club vor.

 

Dann ging die Reise los: Gemeinsam mit unseren Gastgebern, die schnell zu Freunden wurden, reisten wir in den Süden des Landes und unternahmen einen aufregenden Roadtrip Richtung Wüste Gobi. Hier lernten wir die Mongolei kennen, die wir von Bildern kannten: weite Steppe, wilde Pferde und am Horizont steht eine einsame Jurte. Wir schlugen unsere Zelte auf, wo es uns gefiel, machten Lagerfeuer, sangen deutsche und mongolische Volkslieder, machten Wandertouren, spielten nächtelang Uno, übernachteten in einer Jurte und hatten eine unglaublich schöne Zeit in der Wüste Gobi. Unsere mongolischen Freunde erklärten uns typisch mongolische Gepflogenheiten und Traditionen und wir erhielten Einblicke in das Leben auf dem Land.

Auch den Norden der Mongolei durften wir bereisen: wir machten einen Ausflug in die Selenge Provinz nahe der russischen Grenze und erlebten eine ganz andere Mongolei. Grüne Wiesen, Flusslandschaften und Sanddorn soweit das Auge reicht. Auch landschaftlich ist die Mongolei ein Land der Kontraste.

Während unsere Zeit in der Mongolei tauchten wir sehr tief in die Kultur der Nachfahren Dschingis Khans ein: wir besuchten buddhistische Tempel und Klöster und wohnten einer Schamanischen Zeremonie bei. Gemeinsam mit unseren Freunden lernten wir die Küche der Mongolei kennen und kochten gemeinsam mongolische Buuz (gefüllte, dampfgegarte Dumplings) und als Nachtisch deutschen Kirschkuchen. Wir probierten uns im Reiten und Bogenschießen aus, denn das sind die Nationalsportarten des Landes und besuchten Tsonjin Boldog, eine gigantische Statue Dschingis Khan – dem Nationalhelden der Mongolei.

 

Ziel des Austausches ist es neben kulturellem Austausch und Völkerverständigung aber auch einem Einblick in die Berufswelt des Austauschlandes zu bekommen. Während des so genannten „Professional Pairings“ besichtigten wir daher verschiedene Unternehmen und Institutionen und durften in den Berufsalltag schnuppern. So hatten wir die Möglichkeit den ersten Coworking-Space und Innovaionszentrum von Ulanbator zu besichtigen, waren zu Besuch bei der mongolischen Nationalbank, sprachen mit einem mongolischen Journalisten über Pressefreiheit in der Mongolei, bekamen eine Betriebsführung durch eine Beton-Fabrik und besuchten ein Designstudio. Wir lernten Menschen kennen, die in ähnlichen Bereichen wie wir arbeiten und tauschten und über aktuelle Entwicklungen und Probleme der Branche aus. Die Besuche des „Professional Pairings“ begeisterten uns sehr und gaben uns Einblicke in die Mongolei als Wirtschaftsstandort.

 

Ein besonderer Moment während des Austausches war zudem der Besuch der deutschen Botschaft in Ulanbator. Dr. Frank Gläss hieß uns in der Botschaft willkommen und sprach mit uns über deutsch-mongolische Zusammenarbeit, Schwierigkeiten und Probleme der Mongolei und wo deutsche Fachkräfte in der Mongolei aktiv werden können. Der Besuch war sehr interessant und verdeutlichte uns die Schwellenland-Position der Mongolei – einem Land das zwischen Moderne und Tradition steht.

Während unserer Zeit in Ulanbator hatten wir zudem die Möglichkeit den District Governor aus Hongkong zu treffen. Wir erzählten vom NGSE Programm und berichteten begeistert von unseren Erlebnissen in der Mongolei.

Ganz nach dem rotaractischen Motto „Lernen, Helfen, Feiern“ wollten wir auch selbst aktiv werden und mitanpacken wo immer wir einen sinnvollen Beitrag leisten können: So halfen wir beim Rotaract Club of Ulaanbataar und verteilten kalte Joghurt-Getränke an die Straßenarbeiter. Wir besuchten eine internationale Schule und die Schüler und Schülerinnen konnten mit uns Englisch sprechen und anwenden. Zwei Tage verbrachten wir in einem Waisenhaus im Randgebiet von Ulanbator und halfen mit beim Feuerholzsammeln und beschäftigten uns mit den 2-12 jährigen Kindern.

Nach 4 ereignisreichen und spannenden Wochen hieß es für uns Abschied nehmen von der Mongolei: Mit Mückenstichen, mit blauen Flecken vom Reiten und erschöpft, aber mit unzähligen neuen Erfahrungen und Eindrücken, mit einem Haufen Souvenirs und vor allem neu gewonnenen Freunden reisten wir zurück nach Deutschland. Diese Reise wird keiner von uns so schnell vergessen. Unser Dank für die unvergessliche Reise gilt unseren Entsende-Clubs aus Deutschland sowie dem District 1841 und 1842 für die Organisation des Austausches. Zudem möchten wir uns vielmals beim Rotary Club Ulaanbataar für den herzlichen Empfang und ganz besonders bei unseren Gastfamilien für die beeindruckende Zeit im Land des ewigen blauen Himmels bedanken.

Das NGSE Team aus der Mongolei ist im Januar und Februar 2019 zu Besuch in Deutschland. Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen mit unseren neuen Freunden. Wir möchten ihnen einen ebenso herzlichen Empfang bereiten und ihnen unsere Heimat zeigen, so eindrucksvoll und vielseitig wie wir die Mongolei kennenlernen durften. Bis dahin: See you soon, Friends!

 

Kontakt Distrikt 1841

Treten Sie mit uns in Kontakt

Distriktsekretär
Herr Rainer-Bülent Nowak

Was ist Rotary?

Lokal verankert -
global vernetzt

Rotary International ist die älteste Serviceclub-Organisation der Welt. Seit der Gründung des ersten Clubs durch vier Freunde im Jahre 1905 hat sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk entwickelt.

Clubsuche

Finden Sie Clubs in diesem Distrikt


 

Newsletter abonnieren



load   ...lade Newsletter Formular
...wird geladen