Distriktkonferenz im Distrikt 1841

Rotary macht Spaß

Der scheidende Governor des Distrikts 1841, Alexander Bunk, wollte vor allem deutlich machen: Rotary ist aktiv, lebendig, effektiv - und macht auch noch Spaß. Die Distriktkonferenz fasste das rotarische Jahr in diesem Sinn zusammen.

20.06.2020

"I need a revolution" - Reggae-Töne zum Beginn der DisKo führten ganz relaxt an das Thema Polio heran. Bilder von Erkrankten erinnerten die etwa 110 Teilnehmer dennoch eindringlich, das Thema End Polio Now nicht zu vergessen. Und so waren alle gleich intensiv dabei - bei der Online-Distriktkonferenz, die Governor Alexander Bunk (RC Schrobenhausen-Aichach) aus dem heimischen Arbeitszimmer eröffnete.

Er konnte zudem 20 neue Mitglieder und einen kleinen Zuwachs der weiblichen Rotarier sowie eine deutlich gewachsene Zahl jüngerer Mitglieder konstatieren und stellte Ulrich Heucken (RC Bavaria International) als DGN 2022/23 vor. Zudem wurden in 2019/20 zwei Rotaract Clubs in D1841 gegründet und ein Satelliten Club ins Leben gerufen. 

Der amtierende Governor berichtete von seinen Clubbesuchen, die er - analog - bereits bis Weihnachten absolvieren konnte. Häufig gelang ihm auch ein zweiter (Online-)Besuch, teils mit 100 Prozent Präsenz in den Clubs - sogar aus Autos heraus. Insofern lernte er viele Rotarier des Distrikts kennen und lobte in diesem Zusammenhangt besonderes Engagement. Die Rotaracter besuchte er bereits ausschließlich online - schon, weil die Rotaracter sich häufig auch in Nicht-Krisenzeiten im Netz begegneten.

Eine Tasse Espresso bitte!

Als großen Erfolg präsentierte der Distrikt die Aktion "Espresso zugunsten Polio". Allein 54.600 Euro wurden von 41 Clubs und zwei Einzelpersonen gespendet - Spenden einzelner Clubs umfassten zum Teil fast 8.000 Euro. Mit der Aufstockung der Gates-Stiftung kamen so fast 164.000 Euro zusammen, um das Anti-Polio-Programm zu unterstützen.

Ein Rückblick beleuchtete auch die Arbeit der vier Länderausschüsse - mit Pakistan, Italien, Spanien und den Philippinen -, bei denen der Distrikt den Hut aufhat. Überall wurden neue Projekte angeschoben, im Fokus stand jedoch die Zusammenarbeit in der Corona-Krise mit den Rotariern in Norditalien. In diesem Zusammenhang formulierte Governor Bunk noch einmal den Dank an alle Rotarier, Initiativgruppen und Clubs für ihr Engagement in Corona-Zeiten.

Der Jugenddienst berichtete von einem äußerst turbulenten Jahr. Unterstützt wurden 27 Short Term Teilnehmer, 17 Inbounds und 16 Outbounds. 60 Prozent der Langzeit-Austausche wurden aufgrund der aktuellen Situation abgebrochen. Derzeit befinden sich noch fünf Inbounds in Deutschland, zwei Outbounds konnten noch nicht nach Deutschland zurückkehren. Der Ausblick ist derzeit noch nicht völlig klar, doch die Rotarier in D1841 wollen weiter Jugendaustausche organisieren und unterstützen. Die Anmeldefrist wurde verlängert bis Ende des Jahres. Wie anders die Situation für Austauschschüler und -studenten war machte in der Folge Antonia Rothfelder - ehemalige Outbound und vor kurzem noch NGSE-Teilnehmerin in den USA - deutlich.

Rotaracter, Finanzen, Gemeindienst

Ein kurzer Einblick der Rotaracter erinnerte noch einmal an die Aktion "One Milllion Trees", die auch im kommenden rotarischen Jahr eine Rolle spielen soll. Ein Ausblick auf die nächste RAC-Distriktkonferenz und die Deutschlandkonferenz 2021 machten Lust, sich mit der jungen Generation im kommenden Jahr in Starnberg beziehungsweise im Netz zu treffen.

Der Jahresbericht Finanzen zeigte, dass allein für Every Rotarian Every Year 81 Euro pro Kopf bilanziert wurden. Berichterstatter Albert Gilg (PDG, RC Schwabmünchen, DRFC) wies darauf hin, dass die Global Grants bisher nicht voll ausgeschöpft konnten - auch Last Minute Anträge wären noch möglich. Er berichtete außerdem von zwölf District Grants, zum Beispiel von einem Projekt in Kenia, wo der RC Tutzing mit Partnern eine Mutter-Kind-Abteilung für 277.000 Dollar initiierte und umsetzte. Weitere Grants - zum Beispiel vom RC Weilheim zugunsten von Menschen in Mailand - wurden bereits zur Bekämpfung der Covid-19-Krise genutzt. Weitere Projekte zeichneten ein buntes Bild engagierter Clubs, die derzeit noch weitere sechs Programme in der Pipeline für 2020/21 haben.

Schwerpunkte Nepal und Afrika

Auch der Gemeindienst bilanzierte 412 Projekte - etwa acht Projekte pro Club. Davon wurden drei Viertel lokal und etwa ein Viertel international umgesetzt. Von letzteren bezogen sich allein 18 Projekte auf Nepal. Die meisten Fördermittel landeten jedoch in Afrika - zum großen Teil für Krankheitsvorsorge, Wasser und Hygiene sowie Elementarbildung. Lokale Projekte fördern indes vor allem Jugendarbeit und Soziales.

Der Rückblick in Sachen Jugendarbeit offenbarte die erfolgreiche Umsetzung des Projekt RediKids (ein Projekt zur digitalen Integration von traumatisierten Flüchtlingskindern) und des Distrikt-Libanon-Projekts, mit dem eine Berufsschule unterstützt wird. Auch das Rotary Hilfswerk in D1841 ist aktiver denn je: Das Engagement für PAUL, RYLA und die jährlichen Stipendien läuft weiter. Zudem steht ein Sprachkurs für die Inbounds im Fokus.

Dazu mehr Social Media und Indien-Hilfe

Im kommenden rotarischen Jahr soll neben der Jugendarbeit auch in die Social Media Präsenz des Distrikts investiert werden, ebenso steht der Rücklagenaufbau im Fokus, um künftig besser für schwierige Situationen gerüstet zu sein.

Die rührigen D1841er verkündeten sogar im Pausen-Blog Erfolge: Für ein Projekt des Länderausschusses Pakistan waren in den vergangenen Tagen 11.000 Euro eingegangen - für Food Bags für arbeitslose Tagelöhner. Diese sollen den armen Menschen in der Krise über die Zeit helfen.

Der incoming RI-Präsident Holger Knaack (RC Herzogtum Lauenburg-Mölln) warb in einem kleinen Video um weiteres Engagement für Polio und soziale Projekte sowie um die stetige Verjüngung der Clubs. Dem Erfolg der Projekte aus D1841 zollte er großen Respekt. Da er aber kurz darauf in der International Convention (ab 15 Uhr) gefordert war, entschuldigten die Rotarier in D1841 einen Live-Auftritt.

Im Festvortrag stellte Wolfgang Hermann, Präsident emeritus der Technischen Universität München (TUM) und Rotarier im RC München-Schwabing, Überlegungen zur deutschen Bildungspolitik im internationalen Wettbewerb vor. Er postulierte, dass eine stetige Weiterentwicklung auf allen Gebieten alternativlos sei, wie zum Beispiel auch auf dem Feld der Bionik oder in Sachen Impfstoff-Forschung. Er wünschte sich neben einem neuen Hochschulgesetz, das neue Prinzipien festschreiben und die proaktive Rekrutierung von Lehrkräften möglich machen solle, auch mehr Mut in der Politik, Großprojekte umzusetzen.

Finale mit Ausblick und Staffelstabübergabe

Einer kleinen Convention-Vorschau auf Taipei - verbunden mit der Hoffnung, dass es wieder ein klassische Convention werden möge - folgte die virtuelle Staffelstabübergabe. Die neue Governorin Renate Dendorfer-Ditges ließ in ihrer Vorstellung anklingen: "Wir werden es gemeinsam rocken!" In den letzten Wochen sprach sie bereits mit den Chairs der Fachbereiche und will viele Ideen umsetzen, darunter die Zusammenarbeit mit Rotaract vertiefen und eine gemeinsame Distriktkoferenz veranstalten, Künstler in der Krise unterstützen, die Distrikt-Akademie ausbauen, mehr Social-Media-Aktivitäten initiieren und ein Global-Grant-Friedensprojekt anstoßen, das Frauen in der Ukraine ein Konflikttraining ermöglicht und unter der Schirmherrschaft von Holger Knaack steht.

Als Motto hat sich die neue Governorin gesetzt: Vertrauen geben, Rotary leben, Verbindungen schaffen.

 

Distrikt 1841

Distrikttrainingsveranstaltung

 

Vertrauen geben, Rotary leben, Verbindungen schaffen

Unsere Governorin Renate Dendorfer-Ditges hat ihr Amt angetreten. Wie sie ihr rotarisches Jahr gestalten möchte, hat sie bereits im Vorlauf auf einer Distrikt-Trainingsveranstaltung (am 7. März 2020) in Augsburg umrissen. Ihr Amtsjahr wird – wie jedes - darüber hinaus noch viel Kreatives hervorbringen und – wie Corona gezeigt hat – auch mit Überraschungen aufwarten. Wie sie beides, das Kreative und eventuelle unerwartete Herausforderungen meistern möchte, beschreibt ihr Motto, das sie in Augsburg vorgestellt hat: Vertrauen geben, Rotary leben, Verbindungen schaffen.

In ihrem Vortrag erläuterte Renate Dendorfer-Ditges, wie sie das weltweit geltende, auch visuelle Motto der offenen Türen, das der erste deutsche RI-Präsident Holger Knaack verkündet hat, für unseren Distrikt umsetzen möchte. Sie hat, wie sie berichtete, Freund Knaack im Rahmen der International Assembly in San Diego als sehr bodenständigen und unkomplizierten Menschen kennen gelernt, der sich in der oft verwirrenden Assembly aber auch als erfreulich konzentriert und strukturiert gezeigt habe.

Der Botschaft des RI-Präsidenten folgend drang sie auf eine aktive Beteiligung des Distrikts bei der Schaffung neuer, innovativer Clubmodelle. Dazu gehört die Einbindung von Rotaract ebenso wie E-Clubs, Zoom-Meetings und die Schaffung von Satelliten-Clubs. Dabei setzt sie bei aller Erneuerung ebenso auf Tradition: „Traditionen sind Rahmen und Garanten unserer Werte. Diese Wertegemeinschaft gilt es zu bewahren und mit Vision und Augenmaß weiterzuentwickeln.“ Dazu gehört auch, den offenen Türen folgend, bei Neuaufnahmen ganz besonders auf Vielfalt in jeder Hinsicht zu achten. 

Um das rechte Augenmaß zu finden, empfahl Renate Dendorfer-Ditges – ebenfalls im Sinne des RI-Präsidenten – den Clubs, einmal im Jahr eine Strategiediskussion zu führen. Bei Meinungsverschiedenheiten kann, das weiß sie aus eigener beruflicher Erfahrung, ein moderiertes Gespräch helfen.

Ein besonderes Augenmerk soll in ihrem Jahr der Jugend gelten. Das betrifft vor allem Rotaract. Diese inzwischen zu Rotary gehörende Organisation ist mit 250000 jungen Mitgliedern eine der größten Jugendorganisationen der Welt. Sie verdient engagierte Förderung. Dass die Governorin auch die Frauen bei Rotary im Blick hat, versteht sich von selbst. Mit fünf Clubs ohne Frauen, sagte sie leicht ironisch, erreicht unser Distrikt im Deutschlandvergleich „einen Spitzenwert“. Renate Dendorfer-Ditges: „Da ist noch Luft nach oben. Hier sind Strategien befragt.“ 

Auch für ihr Jahr kündigte sie einen besonderen Einsatz für das zentrale rotarische Thema „End Polio Now“ an. Die erfolgreiche „Espresso“-Aktion des Governors 2019/2020 Alexander Bunk soll auf jeden Fall fortgeführt werden. Und sie bat die Clubs, wenigstens ein Event als Beitrag zu „End Polio Now“ zu planen. 

Dem internationalen Polio-Projekt soll auch der Erlös eines geplanten Distrikt-Buchs mit dem Titel „Köstliche G'schichten“ dienen. Renate Dendorfer-Ditges wünscht sich von den Clubs jeweils drei Rezepte regionaler oder traditioneller Küche mit entsprechenden Bildern. Gesundheitstipps, zum Thema passende Anekdoten und ein buntes Allerlei aus Brauchtum, Reimen und Geschichten, die das Buch möglichst unterhaltsam machen, sind willkommen. Es soll möglichst auf der Distrikt-Konferenz im nächsten Mai präsentiert werden können.

Einen Schwerpunkt der internationalen Projekte wird das Ukraine-Projekt bilden. Dort werden unter dem Stichwort „Women in Peace Building“ ukrainische Frauen aus dem Konfliktgebiet Donetzk und Lugansk darin geschult, in konfliktreicher Zeit ihren Beitrag zur Schaffung von Frieden zu leisten.

So weit Renate Dendorfer-Ditgens Vorschau auf ihr rotarisches Jahr.

Nadine Dusberger, Rotary Public Immage Coordinator, widmete sich nach der Mittagspause einem Thema, das auch bei Rotary immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sie entwickelte Strategien, mit deren Hilfe die Kommunikation im rotarischen Alltag weiter verbessert werden kann. Dies beginnt vor Ort in den Clubs, zwischen den Clubs und mündet schließlich in dem wichtigen Ziel, dem öffentliche Image Rotarys den Platz zu verschaffen, der ihm gebührt: als eine der führenden internationalen Organisationen, die sich weltweit für die Menschen engagieren.

Ganz praktisch wurde es - ebenfalls am Nachmittag - in den Workshops. Auch hier ging es mehrfach um Kommunikation. Einmal im Sinne der Konflikt-Vermeidung. Der beste Leitfaden hier: die rotarischen Prinzipien der Wahrhaftigkeit, der Fairness und der Freundschaft. Kommunikation war auch das Stichwort im IT-Workshop und zum Thema Leadership. Weitere Workshops widmeten sich der Zukunft, der Jugend und dem Spendenrecht.

Ein besonderer Höhepunkt der Trainingsveranstaltung war die Rede des rotarischen Freundes und ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier. Er präsentierte eine eindrucksvolle Analyse zur Frage, was ein freiheitlicher, sozialer und demokratischer Rechtsstaat für seine Bürger und seine Politiker bedeutet. Dabei ging es ihm vor allem um das Spannungsfeld zwischen bürgerlicher Freiheit und staatlichem Handeln. 

Dem Bürger müsse der Raum erhalten bleiben, der eine vom Staat unabhängige Zivilgesellschaft möglich macht. Freiheit und Eigentum seien zwar laut Grundgesetz sozialgebunden, aber auch staatliche Sozialpolitik müsse auf der Basis der Freiheit erfolgen. Sie müsse vor allem die Chance zur Persönlichkeitsentfaltung bieten.

Hans-Jürgen Papier warnte davor, dass wir uns in einem Prozess der Verrechtlichung und Überregulierung befänden. Das Gebot der Stunde sei: Abbau von Überregulierung, damit Freiheit und Eigenverantwortung nicht nur auf dem Papier stehen.

 Die Rede wurde mit begeistertem Beifall aufgenommen.

 

Distrikt 1841

Behindertentransporter für Litauen

 

Transfer eines Behindertentransporters nach Kaunas

Das vom RC Schrobenhausen-Aichach für Behinderte erworbene Fahrzeug sollte rechtzeitig vor Weihnachten in der Sonderschule für behinderte Jugendliche in Kaunas in Litauen ankommen. Für den Transfer meldeten sich der im RC Schrobenhausen-Aichach beheimatete Governor des Distrikts 1841, Alexander Bunk und der derzeitige Präsident des Clubs, Gerhard Lehrberger. Zusammen mit der seit 25 Jahren tätigen Kinderhilfe Litauen e.V. wurde der Bus mit einer großen Menge an Kinderkleidung und Spielsachen und auch mit zwei Rollstühlen, einer Gitarre und Tafeln gefüllt. Mit vollbepacktem Transporter machten sich am 6. Dezember die beiden rotarischen Freunde auf den Weg und nach einer etwa 16-stündigen Fahrt mit mehreren Fahrerwechseln kamen sie gegen Mitternacht in der alten Hansestadt Kaunas am Zusammenfluss der Nemunas (Memel) und Neris an.

Am nächsten Tag trafen sich Governor Alexander Bunk und Präsident Gerhard Lehrberger mit Vertretern von drei örtlichen Rotary Clubs in der Sonderschule von Kaunas und vollzogen dann gemeinsam die offizielle Übergabe des Spendenfahrzeugs an die beiden Leiter der Behinderteneinrichtung, die seit kurzer Zeit in die Trägerschaft der Stadt Kaunas übergegangen ist. Die Einrichtung verfügt neben der Schule auch über ein Internat und über eine Krankenstation, um auch die medizinisch-therapeutische Behandlung der Schüler zu gewährleisten.

Die Rotarier aus Bayern und Litauen konnten sich gemeinsam ein Bild von der Notwendigkeit von Hilfsmaßnahmen für behinderte Kinder in Litauen machen und es ergaben sich Kontakte, die auch auf Distriktebene ausgebaut werden sollen. Der Gründungsgovernor von Litauen, Vygintas Grinis und Distriktgovernor Alexander Bunk vereinbarten, die Zusammenarbeit weiterzuführen und zu vertiefen. Auf Clubebene ergaben sich persönliche Kontakte, die u.a. zu einer gemeinsamen Planung für eine Fahrradtour von litauischen Rotariern in Bayern genutzt werden sollen.

 

Distrikt 1841

DIKO 2019 und Stabwechsel von Hans-Peter Sonnenborn zu Alexander Bunk

 

Die Zukunft gehört Rotary

Am 29. Juni tagte die jährliche Distriktkonferenz auf Schloss Hohenkammer. Inspiration und Gemeinschaft, Leistung und Perspektiven - das waren die eindeutigen Botschaften.

Die Overtüre setzt langsam aus. Der Dirigent Dr. Daubner gibt ein Zeichen und die deutschen und tschechischen Schüler und Schülerinnen schließen sanft ihre Münder. Nun herrscht Stille im Saal.

„Sie müssen zugeben“, beginnt Governor Hans-Peter Sonnenborn, „dass das nord-westliche Oberbayern nicht nur im Süden schön ist“, und bedankt sich bei den jungen Sängern und Sängerinnen. Ringsherum hört man ein fröhliches Raunen. Die Stimmung ist heiter. Jeder anwesende Rotarier strahlt aus, dass an diesem Tag auf ein positives Jahr zurückgeblickt und gleichzeitig ein klarer Rahmen für die Zukunft der Clubs und des Distrikts gezeichnet wird.

So erklärt Sonnenborn kurz am Anfang seiner Rede, welche Erfolge Rotary im letzten Jahr feiern durfte: steigende Mitgliederzahlen ohne bei den Mitgliedern an Qualität zu verlieren, einen neuen deutsch-philippinischen-Länderausschuss, einem Freundschaftsaustausch mit Australien und ein stark ermutigendes Ergebnis des Annual Funds mit einer Höhe von knapp 215.000 Euro.

Gelebte Solidarität

Bei jeglichem Lob soll aber gleichzeitig mit einem kursierenden Irrtum aufgeräumt werden: Die Gelder werden entgegen anderer Vorstellungen alle an den Rotary Deutschland Gemeindienst e. V. nach Düsseldorf überwiesen und fließen zu 100 Prozent wieder an die Clubs zurück.

Doch vor allem inhaltlich zeigt sich der Redner im Namen aller Anwesenden dankbar: „Es geht nicht um Geld. Es geht um Solidarität.“ Eine Gemeinschaft, die auf Freiheit und Eigenverantwortung aufbaut, brauche demnach ein Band, dass alle Mitglieder zusammenhält. Und dazu soll sich jeder inspiriert fühlen. „Be the inspiration“, lautet das Motto bei der diesjährigen Distriktkonferenz. Es geht um Vorbildcharakter, Transparenz, Verlässlichkeit und Professionalismus. Wichtig sei dabei zudem, nicht satt, selbstzufrieden und bequem zu werden. Jeder Rotarier habe eine Verantwortung, sich Wissen und Motivation anzueignen. 

„Ein Rotarier sollte möglichst über den Tellerrand hinausschauen. Er muss Rotary in Gänze aufnehmen“, sagt Freund Sonnenborn zum Schluss ermutigend. So könne er die Verbindung zum Menschen aufbauen. Nur so erhalte das Leben einen Wert.

Verlässlichkeit in einer digitalisierten Gesellschaft

Es folgten neben den üblichen Regularien einer Distrikt-Konferenz ein spannender Vortrag des Zukunfts- und Risikoforschers Prof. Horst Opaschowski aus Hamburg, der mit den launigen Worten Karl Valentins eingeleitet wurde “Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie einmal war.” 

Tatsächlich aber kristallisierte sich im Lauf des Vortrags heraus, dass das sich verändernde Gesellschaftsbild in Zeiten der Digitalisierung mehr und mehr auf soziale Bindungen, Verantwortung und Authentizität fokussiert. “Dies ist eine große Chance für Rotary und stellt den Auftrag dar, die rotarische Arbeit in das nächste Jahrzehnt entsprechend fortzuführen”, sagte abschließend Hans-Peter Sonnenborn.

Am Abend übergab er im Rahmen eines festlichen Abendessens im Schloss den Governors-Stab an seinen Nachfolger Alexander Bunk vom RC Schrobenhausen.

 

 

Distrikt 1841

Ski-WM der Rotarier in Oberstdorf und im Kleinwalsertal

 

Zum ersten Mal in Deutschland

Über 7.000 Euro Spenden für kranke Kinder durch die SKI-WM!

Oberstdorf/Mittelberg

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Ski-WM von Rotary in Deutschland stattgefunden. Auf Einladung des Rotary-Clubs Oberstdorf-Kleinwalsertal kamen 152 Teilnehmer ins Oberallgäu, um sich in nordischen und alpinen Disziplinen zu messen.

Es war quasi eine kleine Ski-WM vor der großen, denn 2021 organisiert Oberstdorf die FIS Nordischen Skiweltmeisterschaften. Veranstaltet und organisiert vom Rotary Club Oberstdorf-Kleinwalsertal folgten Rotarier aus der ganzen Welt seiner Einladung, darunter Teilnehmer aus Australien, Russland, der Türkei und den USA, insgesamt aus 14 Nationen.

Dabei ging es nicht ausschließlich ums Kräftemessen im Schnee: Die Teilnehmer erwartete während der Ski-Woche ein umfangreiches Programm mit Winterwandern, Ski- und Schneeschuhtouren, Pferdeschlittenfahrten, Museums- und Schanzenbesichtigung - und natürlich das gemeinsame Langlaufen und Skifahren an den Bergen um Oberstdorf und im Kleinwalsertal.

Die eigentliche WM wurde in der nordischen Disziplin “Langlauf” und bei den Alpinen im Riesenslalom ausgetragen.

Die Skiwoche war mit dem Zweck verbunden, ein sozial-caritatives Projekt zu unterstützen. Daher wurde unter den teilnehmenden Rotariern Spenden gesammelt für Kinder, die an der Krankheit “Tuberöse Sklerose” leiden. Dabei handelt es sich um eine genetische Erkrankung, die im Säuglingsalter beginnt und eine Vielzahl von Organen betrifft. Über 7000 Euro kamen so zusammen, die nun den kranken Kindern zu Gute kommen.

Die Skiwoche der Rotarier gibt es seit 1974 in den USA, seit 1995 auch in Europa.

Rotary ist ein weltweit organisiertes soziales Netzwerk in der Struktur von Clubs, in denen sich Angehörige verschiedener Berufe unabhängig von politischen und religiösen Richtungen zusammengeschlossen haben. Die Ziele sind humanitäre Dienste und der Einsatz für Frieden und Völkerverständigung.

 

 

Distrikt 1841

Distrikt-Trainingsversammlung gibt Incoming-Vorständen 2019/20 wichtige Impulse

 

Künftige Präsidenten und Vorstandsmitglieder kamen am 16. März 2019 nach Augsburg zur Schulung und zum gegenseitigen Kennenlernen. Die neuen Führungskräfte der Clubs des Distrikts 1841 erfuhren von Distrikt Govenor elect (DGE) Alexander Bunk (RC Schrobenhausen-Aichach) überraschend neue Schwerpunkte wie Jugend und Familienfreundlichkeit. 

Innerhalb verschiedener Vorträge ging es um Themen wie rotarisches Gedankengut und Gepflogenheiten des Distrikts. Höhepunkt des rund vierstündigen Treffens der neuen Amtsträger war dabei der Gastvortrag von PDG Paul-Werner von der Schulenburg (RC Salzwedel) zum Thema: „Auf der Suche nach Werten in einer zerstrittenen Welt – kann Rotary da helfen?“. 

Der frühere Oberst und Unternehmensberater befasste sich dabei mit Schlagwörtern wie “Werte” und “Würde”. Während für den Vortragenden Werte Aktienkurse sind, die ständig schwanken, ist für ihn die Würde nicht verhandelbar und damit das Maß aller Dinge für das Verhalten von Menschen. Lang anhaltender Applaus zeigte, dass diese Botschaft von den rotarischen Amtsträgern gerne angenommen wird.

Auch die weiteren Programmpunkte, wie die herzerfrischende Werbung für die World Convention 2019 in Hamburg durch Incoming-Präsident Florian Wackermann (RC Germering) sowie die Vorstellung der verschiedenen Chairs für die rotarischen Dienste regten zur Vorfreude auf die kommende Zeit an. Davor stießen auch das Grußwort von Distriktgovenor Hans-Peter Sonnenbornsowie der Finanzbericht von DSM Markus Stötter auf großes Interesse.  

Neu war der sogenannte „Espresso-Vorschlag“von DGE Bunk, der bei Inanspruchnahme eines Global Grant zu einer Gesamtsumme von rund 200.000 Euro führen kann. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Verleihung der Paul-Harris-Auszeichnung an den Chairman des Distriktberufsdienstes und von RYLA, Hermann Müller (RC Schwabmünchen).

 

 

 

Distrikt 1841

DIKO 2018 und Stabwechsel von Jürgen Horvath zu Hans-Peter Sonnenborn

 

Jürgen Horvath (li.) Hat den Governor-Stab an Hans Peter Sonnenborn weitergegeben.

 

Am 08.und 09. Juni fand in Füssen die Distrikt-Konferenz statt. Der Rahmen war ein ganz besonderer, denn während der Benefizball “Fest der Sinne” im König-Ludwig-Musicaltheater veranstaltet wurde, tagten am Samstag die Konferenzteilnehmer im prächtigen Barockkloster St. Mang.

Im Festspielhaus am Forggensee feierten 180 Gäste – Rotarier und Nichtrotarier - die Benefiz-Gala „ Fest der Sinne“. Die Charity-Veranstaltung mit Akrobaten, Benefiz-Roulette, Bands und Tanzmusik stand ganz im Zeichen der Unterstützung sozial-caritativer Zwecke. Mit dem Benefizergebnis wurden am Abend zwei soziale Projekte, in Südafrika und Tansania, mit insgesamt 10.000 € unterstützt.

Atemberaubende Artistik verzauberte die Gäste

 


Tags darauf erlebten über 120 Rotarier im festlichen Kaisersaal der Stadt Füssen, im Barockkloster St. Mang, eine abwechslungsreiche Distrikt-Konferenz, in dessen Verlauf Jürgen Horvath den Governor-Stab an seinen Nachfolger Hans-Peter Sonnenborn übergab.

Neben diesem rotarischen Pflichtprogramm konnten Freundinnen und Freunde über den Tellerrand schauen und einem hochinteressanten Festvortrag von Prof. Fr. Ralf Roloff vom Europäisches Zentrum für Sicherheitsstudien "George C. Marshall" folgen.

Das Thema: Unruhige Zeiten für demokratische Strukturen”. Das auch für Rotary so wichtige Ziel der Friedensförderung (konkret und aktiv), so die Zusammenfassung, könne aktuell durch Wissen und Erfahrung alleine nicht mehr zum Ziel führen.

Traditionell fand die Siegerehrung der Finalrunde des distriktweiten Vorlesewettbewerbs statt, den Theresa Thalmeier vom RC Neustadt-Vohburg vor Daniel Tibursky (RC Germering) und Erik Schuster (RC Mindelheim) gewonnen hatte. “Ihr habt die Finalrunde erreicht und seid deswegen alle Sieger”, sagte Organisator Stefan Mittermeier, aber es gäbe halt leider nur einen einzigen ersten Platz.

Außerdem stellten sich und die In- und Outbounds mit einem bewegenden Tanz- und Gesangsauftritt vor.

 


Mit Standing Ovations und einem PHF wurde anschließend unserem langjährige Jugenddienst-Chair Stefan Lesny, für seine erfolgreiche Tätigkeit gedankt.

Weitere PHF-Empfänger waren Christian Wiesner und Alexander Roas.

Weitere Infos und Fotos auf unserer Facebookseite.

 

 

Kontakt Distrikt 1841

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Distriktsekretariat
Frau Sieglinde Fürstenberg

Mobil: 0173-562 14 55

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