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Titelthema: Revolution

Vertiefende Einblicke

Titelthema: Revolution - Vertiefende Einblicke
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Die Literatur über die Russische Revolution ist kaum noch zu überschauen. Die folgenden Bände widmen sich den Jahren vor und nach 1917 sowie den Folgen des Kommunismus für die heutige russische Gesellschaft.

01.02.2017

Ein Klassiker
Mit dieser Neuauflage ist ein Klassiker zur Geschichte des Revolutionsjahres in aktualisierter Ausgabe wieder verfügbar. Der Autor entwirft das Panorama ­eines entscheidenden Jahres der russischen Geschichte und führt in ein Land auf der Suche nach sich selbst. Über die ­Zukunft des Landes ist sich die polarisierte Gesellschaft uneins. An den Rändern des Vielvölkerreiches kommt es zu Unabhängigkeitsbestrebungen.

Helmut Altrichter hat seine unübertroffene Darstellung der Situation, ­Kräfte und Kämpfe von 1917 anlässlich des 100. Jahrestages der russischen ­Revolution um eine Rückschau auf Zeit, Ereignis und Mythos vom heutigen Standpunkt aus ergänzt.

Helmut Altrichter: Russland 1917.
Ein Land auf der Suche nach sich selbst
Schöningh Verlag, 622 Seiten, 34,90 Euro

Informativer Sammelband
In diesem Band bieten renommierte Osteuropa-Experten einen verständlichen Überblick über die politischen und ideologischen Ursprünge, Schlüsselereignisse und führenden Köpfe der ­Revolution. Insbesondere wird die ­Wirkung der Revo­lution auf die politische Landkarte des 20. Jahrhunderts ­betrachtet – als Vorbild für andere ­kommunistisch inspirierte Umstürze und als Beginn einer jahrzehntelangen Systemkonkurrenz. Mit Beiträgen von Jörg Baberowski, Helmut Altrichter, Winfried Dolderer, Guido Hausmann, Manfred Hildermeier, Dietmar Neutatz und Matthias Stadelmann.

1917 – Revolutionäres Russland
Hrsg. mit Damals. Magazin für Geschichte
Theiss Verlag, 128 Seiten, 24,95 Euro

Perspektivenwechsel
Mit reichhaltigen Bilddokumenten, ­einer ausführlichen Chronik der Ereignisse sowie mit zahlreichen kaum ­bekannten russischen Texten setzt der Autor den entscheidenden Umbruch in der russischen Geschichte für das Jahr 1913 an. Zwischen den beiden Revolu­tionen 1905 und 1917 war Russland Avantgarde, setzte sich an die Spitze der literarischen und künstlerischen ­Bewegungen und wurde geprägt von ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen.

Auf knapp 700 Seiten bietet dieses Lesebuch, Nachschlage- und Referenz­werk eine kulturgeschichtliche Gesamtdarstellung der revolutionären russischen Moderne.

Felix Philipp Ingold: Der große Bruch. Russland im Epochenjahr 1913
Matthes und Seitz, 645 Seiten, 49,90 Euro

Eine untergegangene Welt

Zwischen 1855, dem Beginn der Fotografie, und 1918, dem Ende des russischen Zarenreiches, bedeckte Russland ein Sechstel der Erdober­fläche. Philipp Blom und Veronica Buckley unternehmen eine Reise durch dieses faszinierende Reich. ­Ihre Reise­beglei­ter sind zeitgenös­sische Fotografen, aber auch Schriftsteller wie Andrejew, Tschechow und zahlreiche anonyme Zeugen. Die Farbfoto­grafien stammen zum überwiegenden Teil von Sergej ­Prokudin-Gorskij.

 

Philipp Blom/Veronica Buckley:
Das russische Zarenreich 1855–1918. Eine fotografische Reise
Brandstätter Verlag, 248 Seiten, 29,90 Euro

Geschichte einer Dynastie

Simon Sebag Montefiore beschreibt in dieser spannenden wie unterhaltsamen Familienbiographie die sagenumwo­bene Dynastie, die Russland bis heute prägt. Über 300 Jahre dominierten sie das russische Reich, mehr als 20 Zaren und Zarinnen gingen aus dem Geschlecht hervor. Basierend auf neuester Forschung und unbekanntem ­Archivmaterial zeichnet er ihre Schicksale und politischen Verwicklungen nach. Mit zahlreichen Abbildungen in prächtiger Ausstattung.

Simon Sebag Montefiore: Die Romanows.
Glanz und Untergang der Zarendynastie
S. Fischer Verlag, 1032 Seiten, 35,00 Euro