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Editorial

Zeitgeschehen und rotarisches Leben

Editorial - Zeitgeschehen und rotarisches Leben
© Illustration: Lessine Hein / Illustratoren

Heinrich Köhler01.12.2016

Die Wahl des vermeintlichen Außenseiters Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA sorgte in den meisten Hauptstädten der Welt für blankes Entsetzen. Denn Trump hatte nicht nur das Establishment seiner eigenen Partei und die Kandidatin der Demokraten hart attackiert, sondern mit verletzenden Äußerungen auch zahlreiche Wähler­gruppen verprellt und populistische Forderungen zum Programm erklärt. Als Erklärung für den Erfolg wurden schnell die „bösen weißen Männer“ ausgemacht, die als Modernisierungsverlierer die offene Reaktion gewählt hätten. Doch zeigen die Analysen, dass auch 53 Prozent der weißen und 26 Prozent der hispani­schen Frauen Trump gewählt haben. Was also hat die Amerikaner dazu bewogen, einen Kandidaten zu wählen, der nach allen Gepflogenheiten eigentlich nicht vermittelbar schien? Und was bedeutet das Ergebnis für uns in Europa? Die Beiträge ab Seite 34 geben darauf erste Antworten.

„In meinem nächsten Leben werde ich Arzt.“ Diesen Satz hörte ich vor einigen Jahren von einem rotarischen Freund am Rande eines Vortrags über die German Rotary Volun­teer Doctors (GRVD). Dieser Freund, ein Offizier, war so begeistert von dem Engagement der Mediziner, dass er seitdem die Arbeit der GRVD auf vielfältige Weise unterstützt.

In der Tat ist der Einsatz rotarischer Ärzte, die in ihrer Freizeit in die ärmsten Regionen Asiens, Afrikas oder Südamerikas aufbrechen, um Bedürftigen eine professionelle ­medizinische Versorgung zu geben, bewundernswert. Weitere Beispiele dafür stellt der Schwerpunkt ab Seite 16 vor.

Diese thematische Mischung aus Gedanken zum Zeitgeschehen sowie Berichten über das aktuelle rotarische Leben in den Clubs und ­Distrikten zeichnen unsere Zeitschrift seit ­jeher aus. Schon der Gründungsredakteur des Rotariers, Karl Wolfskehl, wollte 1929/30 auf diese Weise die geistigen Strömungen der Zeit diskutieren und damit Anregungen geben für eine fruchtbare Diskussion in den Clubs.

Damals wie heute waren und sind die meisten Autoren Rotarier. Darüber hinaus ­gelingt es der Redaktion und dem Herausgeber immer wieder, namhafte nichtrotarische Autoren für unser Magazin zu gewinnen. Sie bereichern unsere Zeitschrift und sind ­zugleich Multiplikatoren nach außen. Damit leistet das Rotary Magazin einen wertvollen Beitrag für die Verbesserung der Wahrnehmung unserer Organisation in Österreich und Deutschland.

Gern entwickeln Redaktion und Verlag mit Ihnen das Rotary Magazin weiter. So wurde auf der Grundlage Ihrer Anregungen mit dem neuen Layout die Heftstruktur und die Seiten­gestaltung optimiert und die Lesbarkeit ver­bessert. Auch auf den Wunsch, österreichischen ­Themen sowie Berichten aus den Clubs mehr Gewicht zu geben, wurde reagiert.

So werden in allen Bereichen des Heftes positive Impulse für Rotary und eine bessere ­Wahrnehmung unserer Organisation gesetzt.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr

 

 

 

 

Heinrich Köhler
Vorsitzender des Verwaltungsrats der Rotary Verlags GmbH